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Blickpunkt vom 16. Januar 2010

Franziska Rosemeier mit Bewohnerinnen des Seniorenzentrums.
Foto: privat

Blickpunkt vom 16.01.2010

Keine Frage des Alters
Praktikantin wollte wissen: Wie feiern die heutigen Senioren ein ganz besonderes Fest

Statt mit der Familie Weihnachten zu feiern, verbrachte die Schülerin Franziska Rosemeier die Feiertage im Seniorenzentrum Jüterbog. Was die Schülerin der 9. Klasse der Wiesenoberschule mit den Senioren während ihres Praxislernens im AWO Seniorenzentrum Jüterbog erlebte, beschreibt sie in dem folgenden Text.

Schon am Beginn der Recherche wird klar, dass die Bewohner vieles selbst machen und entscheiden. Beispielsweise wird in den Sitzungen des Heimbeirates gemeinsam mit der Heimleitung das kulturelle Programm besprochen und auf die Wünsche der befragten Heimbewohner Bezug genommen. Der Heimbeiratsvorsitzende, Herr Große, erklärte dazu, dass schon in den ersten Sitzungen des Jahres die wichtigsten Kulturveranstaltungen geplant sind, damit alles reibungslos und nach Wunsch ablaufen kann.

Aber auch im Kleinen sind die Senioren selbst aktiv und suchen sich ihre Lieblingsbeschäftigungen und -veranstaltungen ganz nach Wunsch aus. Einige Bewohnerinnen backen gern Plätzchen mit ihren Nachbarinnen und verteilen sie im ganzen Haus. Andere üben sich im Chor beim Singen bekannter aber auch völlig neuer Weihnachts- und Winterlieder. Die 30 - 40 Chormitglieder treffen sich wöchentlich, um am heiligen Abend gemeinsam mit Steffen Reiche und seinen Freunden für alle anderen das Weihnachtsfest zu besingen. Beim kreativen Gestalten fertigen Senioren mit Unterstützung des Personals Weihnachtssterne für eine große Weihnachtsspendenaktion der Arbeiterwohlfahrt oder einfach einen hübschen Weihnachtsstrauß für die eigenen vier Wände. Selbstverständlich wird dabei auch geklärt, wie Pfefferkuchenhäuschen gebaut und die Wintermützen gestrickt wurden. Bei Allem können sich die Senioren darauf verlassen, dass sie vom Betreuungspersonal jede nötige Unterstützung erhalten und stets alles perfekt vorbereitet ist. Ganz besonders freuen sie sich natürlich neben der großen Weihnachtsfeier und dem Gottesdienst, auf die Konzerte im Dezember. Die Sänger des russischen Männerchors aus Moskau und der Turmbläser aus Potsdam begeistern jährlich die vielen Besucher mit ihren Stimmen und Instrumenten. Eingeladen sind dazu immer die Angehörigen der Senioren, denn es soll auch auf ein Fest der Familie eingestimmt werden. Genauso beliebt sind die Lieder der kleinsten Künstler, der Kinder aus Kindergarten, Hort und Schule. Sie verbreiten eine besonders fröhliche ausgelassene  Weihnachtsstimmung. Die ist aber auch in den kleinen Feiern der einzelnen Wohnbereiche zu finden, wo die Pflegerinnen und Pfleger selber singen, basteln, schmücken und backen.

Nicht so bekannt ist, dass auch die wöchentlichen Gruppenangebote vom weihnachtlichen Zauber profitieren. Beispielsweise in weihnachtlichen Rätseln, Wortspielen und Sitztänzen beim Sport. Als Schülerin staunt man dann doch, welches breite Angebot jede Woche bereitgestellt wird.

Übrigens ein prächtiger inzwischen eingeschneiter Weihnachtsbaum mit Kugeln und Kerzen steht mitten im Lichthof eines Hauses. Schön und gemütlich ist die Atmosphäre in den Wohnbereichen. Fragt man, was sich die Bewohner fürs neue Jahr am meisten wünschen, hört man immer: gesund bleiben. Jedoch bei der Frage nach dem besten Geschenk antworten viele: Weihnachten bewusst und in netter Gesellschaft erleben zu können.

Franziska Rosemeier und das Team im AWO Seniorenzentrum Jüterbog

 

 
 
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