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Märkische Allgemeine vom 26./27. Juni 2010

Detlef Merten mit seiner Nachfolgerin Anke Schicketanz.
Foto: Knopf

Märksiche Allgemeine vom 26./27.06.2010

Neue Leiterin für das Seniorenheim
PERSONALIE Anke Schicketanz tritt heute in Bad Wilsnacker Arbeiterwohlfahrt-Einrichtung die Nachfolge von Detlef Merten an

von Axel Knopf

Bad Wilsnack. An seinem 65. Geburtstag gibt heute Detlef Merten die Leitung des Seniorenzentrums "Am Wald" in Bad Wilsnack ab. Die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wird nun Anke Schicketanz führen. Die 45-Jährige ist den Bewohnern gut bekannt. Bereits seit 1987 arbeitet sie in dem Altenheim, zuletzt als Wohnbereichsleiterin. "Für mich ist die Übernahme der Leitung eine aufregende Sache", räumt Anke Schicketanz ein.

Detlef Merten, der das Haus seit dem 1. September 1989 führte, hat seine Nachfolgerin gut auf die neue Aufgabe vorbereitet. Seit April arbeitete er Anke Schicketanz ein. Als Merten zwischenzeitlich eine Woche lang im Urlaub war, traf sie erstmals alleine alle Entscheidungen. "Die Erfahrungen, die ich in der Woche machen konnte, waren für mich wichtig", sagt Anke Schicketanz.

Im feierlichen Rahmen übergibt Detlef Merten heute die Leitung an seine Nachfolgerin. "Der Abschied fällt mir nicht leicht", sagt der Glöwener. "Mein Herz hängt an diesem Teil meines Lebens." Derzeit laufen die Vorbereitungen, um die Kapazität der Tagespflege um vier Plätze von zwölf auf 16 zu erhöhen. "Der Bedarf an Tagespflegeplätzen ist gegenwärtig sehr hoch", berichtet Merten, der immer noch voll im Alltagsgeschäft steckt. Nach der Übergabe der Leitung wird er mindestens bis nächsten Mittwoch weiterarbeiten. Vielleicht bleibt er Anke Schicketanz sogar noch für einige Monate als Berater erhalten.

Als Detlef Merten die Leitung der Einrichtung im Jahre 1989 übernahm, da war noch die Stadt Bad Wilsnack Träger des Altenheims. Als Leiter trug er maßgeblich dazu bei, dass nach vielem Hin und Her im Jahre 2004 der Neubau an der Legder Chaussee realisiert werden konnte. Mit dem Haus verwirklichte sich sein Traum, optimale Bedingungen für Bewohner und Mitarbeiter zu schaffen. Das Seniorenzentrum verfügt über 67 stationäre sowie einen Kurzzeitpflegeplatz. Dazu kommen die zwölf Plätze in der Tagespflege.

"Ich habe das noch gar nicht richtig realisiert, dass in wenigen Tagen mein Ruhestand beginnt", sagt Merten. Vom Gefühl her sei es noch lange hin, bis es soweit ist. Er ist überzeugt, dass seine Nachfolgerin das Seniorenzentrum im Sinne des Trägers und in seinem Sinne weiterführen wird. Ihm war neben einer guten Pflege ein familiäres Klima zwischen den Bewohnern und den Mitarbeitern wichtig.

Detlef Merten freut sich darauf, im Ruhestand mehr Zeit zu haben, um mit seiner Frau die drei erwachsenen Kinder zu besuchen. Und es sei schön, dass das "Immer-Verantwortung-tragen-müssen" nun der Vergangenheit angehöre. Wenn nach Dienstschluss zu Hause das Telefon klingelte, rechnete er damit, dass es vielleicht im Seniorenzentrum ein technisches Problem gibt, für das seine Hilfe benötigt wird. Jederzeit stand er auf Abruf bereit. Selbstverständlich war es für ihn, auch Weihnachten oder Silvester ins Seniorenzentrum zu kommen, um den Bewohnern ein frohes Fest oder ein frohes neues Jahr zu wünschen.

Ähnlich stark wie Detlef Merten identifiziert sich Anke Schicketanz mit dem Seniorenzentrum. "Es ist mein zweites Zuhause", sagt die Sigrönerin.

 

 
 
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