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Awo baut neues Horthaus

Märkische Allgemeine vom 25.11.2018

An Stelle der ehemaligen Turnhalle unweit der Konrad-Sprengel-Grundschule am Marienberg errichtet die Arbeiterwohlfahrt ein Horthaus für 80 Kinder. Die Stadt gibt das Areal in Erbbaupacht her.

Ein „Horthaus“ errichtet die Arbeiterwohlfahrt Awo auf dem Areal der ehemaligen Turnhalle an der Sprengelstraße unweit der Konrad-Sprengel-Grundschule.

Der Werksausschuss der Stadtverordnetenversammlung soll am 6. Dezember einer Vorlage des städtischen Eigenbetriebes Gebäude und Liegenschaften GLM zustimmen, damit dieser einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 30 Jahren mit dem Awo-Kreisverband abschließen kann. Von den beiden gut 4500 Quadratmeter großen Grundstücken wird nur eine Teilfläche von 2065 Quadratmetern benötigt, diese hat einen Verkehrswert von 114.000 Euro. Der Erbbauzins von 3,95 Prozent beläuft sich somit auf 4500 Euro im Jahr. „Eine Zweckbindung zur Nutzung als soziale Einrichtung wird grundbuchlich gesichert“, heißt es in der Beschlussvorlage des GLM.


Das Grundstück war bis zum Jahr 2016 mit der Turnhalle bebaut, die vorher für den Schul- und Vereinssport genutzt worden war. Dann stand sie einige Jahre leer, weil der Bau von 1970 so stark sanierungsbedürftig wurde, dass sie nicht mehr zu retten war und abgerissen werden musste. „Seitdem dient das Grundstück als Vorhaltefläche für eine im Bedarfsfall notwendige Erweiterung des Grundschulstandortes.“ Es habe zwischenzeitlich wiederholt Anfragen zum Bebauen der Fläche gegeben. Deshalb wurde sie auf der Internetseite der Stadt für den Bau einer sozialen Einrichtung angeboten. Bevorzugt wurde das Bestellen eines Erbbaurechtes, damit das Grundstück auch zukünftig in kommunalem Besitz bleibt, schließlich gehöre es zumindest teilweise zum Gartendenkmal „Kulturpark Marienberg“.

Lediglich die Arbeiterwohlfahrt gab ein Gebot ab, legte das „Horthaus“-Konzept vor, war mit dem Erbbaurechtsmodell einverstanden und brachte eine Bestätigung der finanzierenden Bank mit.

Die Experten aus dem Fachbereich Jugend und Soziales unterstützen den Bau eines Hortes ausdrücklich, weil das umliegende Gebiet mit Hortplätzen unterversorgt ist und auch die Prognosezahlen für einen weiteren Bedarf sprechen, heißt es aus der Verwaltung.

Die Konrad-Sprengel-Grundschule wird derzeit von 350 Mädchen und Jungen besucht, etwa die Hälfte von ihnen geht auch in den Hort, sagt Schulleiterin Christina Bauch. „Die Kinder gehen in viele verschiedene Einrichtungen, die meisten von ihnen in den Naturkindergarten, in die Kita ,Sonnenschein’, ein den ,Knirpsentreff am Berg’ sowie in die Kita ,Spatzenhaus’.“

„Wir wollen einen Hort mit 80 Plätzen errichten“, sagt Awo-Geschäftsführerin Natalia Zizmann. „Unser Architekt untersucht gerade, wie wir den Baukörper am besten auf das Grundstück bekommen. Es soll ein außergewöhnlicher Hort mit einem neuen Konzept werden, das wir ausführlich vorstellen, wenn wir mit den Plänen soweit sind.“

Der Awo-Kreisverband hat Erfahrungen mit dem Betreiben von Kindertagesstätten, betreibt bislang drei im Stadtgebiet: „Knirpsentreff am Berg“ in der Venise-Gosnat-Straße, „Spatzenhaus“ in der Zauchestraße sowie „Weltentdecker“ im Kirchmöseraner Amselweg.

Von André Wirsing

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