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Awo baut und betreibt Nuthetals neue Kita

Märkische Allgemeine vom 24.11.2018

Die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt hat den Zuschlag bekommen, die geplante Kita in der Gemeinde Nuthetal zu bauen und zu betreiben. 80 bis 100 Betreuungsplätze sollen auf einem Areal in Bergholz-Rehbrücke entstehen.

Die Awo Kinder- und Jugendhilfe Potsdam gGmbH wird die geplante Kita in der Gemeinde Nuthetal bauen und betreiben. Das bestätigte Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) am Freitag auf Anfrage. Die Gemeindevertreter hatten zuvor hinter verschlossenen Türen in einer extra dafür einberufenen Sitzung mehrheitlich der Arbeiterwohlfahrt (Awo) den Zuschlag gegeben. Um Bau und Betreibung des neuen Kindergartens hatten sich neun Interessenten beworben. Nach einer Vorauswahl im Jugend- und Sozialausschuss waren drei Freie Träger in die engere Wahl gekommen, ein Bewerber sprang indes kurz vor der Entscheidung ab.

Geplant ist, eine Kita mit 80 bis 100 Plätzen auf einem Areal zwischen Bergblick und Milanring in der Gartenstadt in Bergholz-Rehbrücke zu bauen. Der genaue Standort steht noch nicht fest, die Verwaltung hat eine Fläche im Bereich der Buswendeschleife dafür vorgeschlagen.


Mitte 2020 könnte Einzugstermin sein
Die Kommune will das Grundstück zur Verfügung stellen, das gemeinnützige Unternehmen der Awo soll Bauherr und Betreiber der neuen Kita sein. Die weiteren Details könnten nun mit der Awo besprochen werden, sagte die Bürgermeisterin und fügte hinzu: „Wir haben keinen Zeitdruck.“ Aktuell und für das nächste Jahr hätte jedes Kind, für das Eltern einen Antrag gestellt haben, einen Kita-Platz. Die neue Kita werde gebraucht, weil neue Wohnungen in der Gemeinde entstehen sollen. „Der Bedarf vor allem nach barrierefreien Wohnungen ist groß“, sagte Hustig. „Einen weiteren Zuzug können die jetzigen Kindereinrichtungen nicht abfangen.“

Ziel sollte sein, dass die Kita etwa Mitte 2020 eröffnet, so Nuthetals Bürgermeisterin. Sie hält es für einen Vorteil, dass die Gemeinde und der künftige Betreiber der Kita miteinander an der Ausgestaltung des Neubaus arbeiten können. Die Awo hatte die Mehrheit der Gemeindevertreter unter anderem damit überzeugt, im Kita-Gebäude zusätzlich einen Treffpunkt für ältere Leute und damit auch einen Begegnungsort für Jung und Alt zu schaffen. Im Gespräch ist etwa, dort auch Lesungen oder ähnliches zu veranstalten.

Neue Kita soll auch in der Sommerzeit offen bleiben
Inhaltlich setzt die Awo in ihrem Kita-Konzept unter anderem auf Schwerpunkte wie Sprachentwicklung, gesunde Ernährung und Bewegung, hieß es. Positiv wurde zudem aufgenommen, dass der neue Kindergarten weitgehend ohne Ferien-Schließzeiten auskommen und auch im Sommer zur Urlaubszeit geöffnet bleiben soll.

Bei den Öffnungszeiten tagsüber will sich die Arbeiterwohlfahrt am Bedarf der Eltern orientieren. Momentan wird von einer Regelöffnungszeit von 6 bis 18 Uhr ausgegangen. Der freie Träger bekommt fürs Betreiben der Kita Personalkostenzuschüsse von Land und Landkreis. Die Gemeinde zahlt zudem einen Zuschuss pro Kita-Platz für alle Kinder, die aus Nuthetal stammen. Besuchen auch Potsdamer Kinder den Awo-Kindergarten, hat dafür dann die Landeshauptstadt zu zahlen.

Um den Bebauungsplan für das Areal zwischen Milanring und Bergblick ringen die Gemeindevertreter derzeit noch. Dabei geht es vor allem um den Umfang neuer Wohnbebauung. Konsens ist, die Kita auf dem Gelände zu bauen. Der alte Bebauungsplan sah ursprünglich an dem Standort die Errichtung eines Schulgebäudes vor, die Schule ist allerdings längst an anderer Stelle entstanden.

Von Jens Steglich

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