AWO BV Logo


Mitreißende Sixties-Modenschau im "Wachtelwinkel"

Werder Life vom 27. September 2017

Die Models nebst Moderatorin kurz vor der Modenschau im "Wachtelwinkel". (Fotos: Ungerath)

(I. Lauwaßer/ung) Werder. Am 13. September hat im AWO Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“ für die Hausbewohner und interessierte AWO-Besucher eine ganz besondere Modenschau stattgefunden. Thema waren die 60er Jahre. Moderatorin Ingeborg Lauwaßer kündigte jedes Model an, beschrieb das Kleid, wies auf witzige Details hin und versetzte die Zuschauer mit Anekdoten in den zeithistorischen Kontext. Die Sixties hatten einiges zu bieten: Dorfkultur und städtisches Leben vermischten sich. Massenmedien wie Radio und Fernsehen wurden fester Bestandteil des Alltags, Luxusartikel zu täglichen Gebrauchsgegenständen. Industriell gefertigte Nahrungsmittel hielten Einzug in jede Küche. Studenten und Bürgerrechtler kämpften für mehr Freiheit und Frauen emanzipierten sich vom verstaubten Rollenbild der 50er Jahre. Das zeigte sich auch in der Mode. Kräftige Farben und grafische Muster wurden wild gemixt. Es gab Mini- und Maxikleider, Hosen mit Schlag und die Männer hatten lange Haare und trugen Rüschenhemden. „Unsere Models waren mutig, authentisch und einige mit 80 Jahren auch noch kein bisschen zu alt für so eine Modenschau“, befand die Organisatorin Ingeborg Lauwaßer. Der Weg ist das Ziel und so war das Aussuchen oder Nähen des passenden Kleides der erste Spaß berichtet sie. Passende Accessoires zu den Kleidern - von Schmuck, Hut, Handtasche und Schuhe - vervollständigten das Outfit. Geprobt wurde mehrmals. Zur eigentlichen Show sorgte die Friseurin des Hauses Helge Wasczkiewicz für passende Frisuren und das Make Up zauberte Kosmetikerin Maiken Lanäus-Bensch von „Kosmetik in der kleinen Gasse“ in Potsdam. Die Wirkung war umwerfend, der Gang auf dem „Laufsteg“ zu toller Schlagermusik ein Riesenerfolg. Manche Damen wagten zu Hits wie „Marmor, Stein und Eisen bricht…“, „Liebeskummer lohnt sich nicht…“, „Schuld war nur der Bossa Nova“ oder „Rote Lippen soll man küssen…“ sogar ein flottes Tänzchen. Männliche Modelle waren leider rar, aber für ein Hochzeitspaar mit Bräutigam im rosa Hemd mit weißen Rüschen reichte es dann als krönenden Abschluss doch noch. Am Ende der Darbietung zogen noch mal alle Models gutgelaunt an den Zuschauern vorbei und erhielten neben Applaus als Dankeschön jeweils eine Rose von Frau Lauwaßer. Besondere musikalische Akzente setzte im Programm auch die Trommelgruppe der Förderschule am Plessower See Werder. Ein abschließendes Buffet rundete diesen ganz besonderen Nachmittag ab.


Inge Lenk im Sixties-Look. 

Zurück