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Neue Beratungsstelle für Zuwanderer

Märkische Allgemeine vom 01.03.2018

Awo eröffnete im Teltower Gesundheitszentrum einen Anlaufpunkt für Migranten mit Bleiberecht

Das Migrations-Beratungszentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Teltow ist jetzt im Gesundheitszentrum in Teltow, Potsdamer Straße 7–9, zu Hause. „Wir sind sehr gern in der Stadt, weil der Bedarf hoch ist“, sagte die Awo-Vorstandsvorsitzende Angela Schweers am Mittwoch zur Eröffnung er neuen Räume.

Eine der Aufgaben der Beratungsstelle ist die Vermittlung von Wohnraum für Migranten mit Bleiberecht. Die Awo arbeitet eng mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WGT) zusammen. Das habe Modellcharakter, sagt Beratungsstellenleiterin Ewgenia Marte. „Wir versuchen, uns als Stadt einzubringen und das Menschenmögliche zu tun“, erklärt Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD).

Die neue Anlaufstelle für Zuwanderer in Potsdam-Mittelmark berät diese kostenlos bei alltäglichen Problemen, rechtlichen Fragen, gibt Erziehungsorientierung, hilft in beruflichen Situationen und unterstützt bei psychosozialen Krisen.

Offene Sprechstunden finden jeweils mittwochs von 9 bis 14 Uhr statt. Ansonsten bieten die beiden Mitarbeiterinnen Termine nach Absprache an.

Insgesamt rund 300 Zuwanderer jährlich suchen bei der Awo Rat, seit diese ihr Angebot 2013 startete. Neben Menschen aus der EU und Osteuropa oder Russlanddeutschen kommen Geflüchtete aus Syrien, dem Iran und dem Irak, aus Afghanistan und Eritrea und neuerdings auch aus Somalia in die Beratungsstelle. „Arbeit und Wohnen sind die Hauptthemen“, sagt Sozialarbeiterin Marte. Sie ist froh, die WGT als Partner zu haben. Ob für Familien oder alleinstehende Frauen mit Kindern – im Durchschnitt zweimal im Monat kann ein Mietvertrag neu abgeschlossen werden.

Wissam Dib aus Syrien beispielsweise fand mit seiner Frau und den vier Kindern in Fichtenwalde ein neues Zuhause. „An die erste Hilfe von der Awo erinnere ich mich gern“, berichtet er dankbar. Seine Frau unterrichtet jetzt in Bad Belzig Englisch.

Vis-à-vis der neuen Beratungsstelle stattet der Landkreis gerade das frühere Übergangswohnheim wieder mit betreuten Wohnplätzen aus. Bis zum Mai suche der Kreis einen neuen Betreiber, heißt es aus dem Landratsamt. 165 neue Asylbewerber müssen in dem Haus untergebracht werden. Um mangelnde Arbeit muss sich Ewgenia Marte also nicht sorgen.

Von Gesine Michalsky

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