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AWO 1 plus 9: 1 Ziel, 9 Forderungen

Es sind nur noch wenige Wochen bis zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019. Wir, der AWO Bezirksverband Potsdam e.V., wollen diese Zeit nutzen, um unsere gesellschaftspolitischen Themen in den Wahlkampf einzubringen und um Einfluss zu nehmen.
Unser erklärtes Ziel ist eine sozial gerechte Gesellschaft. Durch die Erfahrungen in unserer täglichen Arbeit und unserem Wirkungsfeld als freier Wohlfahrtsverband und im Ergebnis zahlreicher von uns initiierter Fachforen und Aktionswochen, haben wir neun Forderungen erarbeitet, die für diese Zielerreichung erfüllt sein müssen. Das zum diesjährigen Jubiläumsjahr „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ entwickelte Programm nennen wir: 1 Ziel, 9 Forderungen, kurz: 1+9.
Zu den neun Forderungen gehören große und vielschichtige Aufgabenstellungen wie beispielsweise „Armut überwinden“ oder „Obdachlosigkeit verhindern“, aber auch ganz konkrete Vorhaben wie die bundesweite Einführung von Schulgesundheitsfachkräften.
Um die einzelnen Forderungen an Projektbeispielen zu verdeutlichen und auch zu zeigen, was geht und wo wir mutige Mitstreiter*innen und tatkräftige Macher*innen brauchen, um zum Ziel zu kommen, laden wir zu neun Veranstaltungen und Aktionen in Potsdam, Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark und Havelland ein. Vor Ort wird je eine Forderung im Mittelpunkt der Diskussion stehen, an der sich unsere Mitarbeiter*innen und Ortsvereins-Mitglieder ebenso beteiligen wie Kommunalpolitiker*innen, Nutzer*innen unserer Angebote, Vertreter*innen kommunaler Institutionen und Netzwerke sowie weitere Interessierte. Thematisiert werden gesetzliche Grundlagen und Vorgaben, in deren Rahmen wir uns aktuell bewegen. Es soll aufgezeigt werden, an welchen Hürden Vorhaben momentan scheitern oder welche Umstände Projekte erschweren. Und dann wollen wir das Unmögliche denken… Uns Schritte überlegen, die den Weg gangbar machen. Denn das Ziel einer sozial gerechten Gesellschaft können wir nur gemeinsam erreichen. Wir freuen uns auf Sie und unsere gemeinsame Veranstaltungsreihe mit der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege für Potsdam und Potsdam-Mittelmark.

Angela Schweers und André Saborowski
Vorstand des AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Gemeinsame Veranstaltungen der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege für Potsdam und Potsdam-Mittelmark

1 Ziel, 9 Forderungen

Ländlichen Raum stärken

15. März: Eröffnung des AWO Familienzentrum Niemegk

FÜR JEDEN WAS
Unterstützung lokaler Projekte, die das Gemeinwesen fördern.
BUS ZUR DISCO UND ZURÜCK BIS NACH MITTERNACHT
Gute Anbindungen mit öffentlichem Nahverkehr.
HOMEOFFICE AUF DEM HOF
Schnelles, störungsfreies Internet für Arbeit, Bildung, Teilhabe.
SPRECHSTUNDE IM ARZT-MOBIL
Medizinische Versorgung auf Rädern schaffen.
FÜNF MINUTEN FUSSWEG ZUR SCHULE
Wiederbelebung der Dorfschule als wichtige und zentrale Infrastruktur.

Schulgesundheitsfachkräfte einführen

20. März: Projektwoche zu Alkohol und Rauchen, initiiert von einer Schulkrankenschwester im AWO Modellprojekt, Brandenburg/Havel

WICHTIGER STOFF FÜRS LEBEN
Gesundheitsförderung und Prävention im Unterricht und in der ganzen Schule.
PROFIS FÜR ALLE FÄLLE
Erstversorgung nach Verletzungen, Unterstützung bei chronischen
Erkrankungen und Behinderungen.

GESUNDES AUFWACHSEN UND BILDUNGSERFOLG SIND EIN PAAR SCHUHE
Früherkennung für echte Chancengleichheit.
WENN NICHT NUR DIE FÜNF IN MATHE AUF DEN MAGEN SCHLÄGT
Vertrauensperson für Schüler*innen mit gesundheitlichen Auffälligkeiten.
DIE NETZWERKER*INNEN
Aufbau von regionalen Netzwerken innerhalb und außerhalb der Schule.

Armut überwinden

02. April: Kostenloses Stadtteilfrühstück in der Waldstadt, AWO Büro Kinder(ar)Mut
9 - 11 Uhr, Kita Abenteuerland, Friedrich-Wolf-Straße 10,14478 Potsdam

ALLES GLEICH UM DIE ECKE
Kleinteilige Sozialraumstrukturen und Stadtteilarbeit ausbauen.
LEERER MAGEN = LEERER KOPF
Kostenloses Essen in Kindertagesstätten und Schulen.
WENN ALLE »SCHWARZFAHREN«
Kostenloser öffentlicher Nahverkehr.
KINO UND KUNST FÜR UMME
Kultur- und Freizeitangebote für alle Generationen subventionieren.
IM ALTER NICHT VERLOREN GEHEN
Rente muss für ein gutes Leben reichen – Mindestlohn anheben auf
12,50 €/pro Std.

Geflüchtete integrieren

16. April: Brunch im Interkulturellen Familiencafé Rathenow gemeinsam mit der AWO Migrationsberatungsstelle
10 - 13 Uhr, Heinrich-von-Rosenberg-Straße 50, 14712 Rathenow

ALLES FÜR ALLE
Gleicher Zugang zu Bildung, Gesundheit, Wohnen und Arbeit unabhängig vom
Aufenthaltsstatus.

IM GESPRÄCH BLEIBEN
Gelegenheiten schaffen und Projekte fördern, um deutsche Sprache zu üben.
KICHERERBSEN TREFFEN SAUERKRAUT
Hilfe bei der interkulturellen Öffnung vorhandener Angebote im Quartier.
OHNE WARTEZEIT
Erreichbarkeit von Ausländerbehörden vor Ort und digital.
Einfache Bescheide schnell und verlässlich bearbeiten.

MIT VERBUNDENEN AUGEN
Gesetzlich festgelegten Anspruch auf unabhängige Asylverfahrensberatung
umsetzen.

Qualität und Quantität für Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen ausbauen

03. Mai: Kita-Gipfel aus Anlass des neuen Kita-Gesetzes zum 1. August 2019
10 - 13 Uhr, Potsdam Hermannswerder im Rahmen des Spielmarkts

DREI GEWINNT
Zahl pädagogischer Fachkräfte aufstocken, deutliche Erhöhung des Betreuungsschlüssels.
TALER, TALER, DU MUSST WANDERN…
Bunte Schullandschaft - gleiche Förderung von öffentlichen und freien Schulen.
DU BIST DRAN
Finanzierung der tatsächlichen Betreuungszeiten in Kindertagesstätten.
… IN DIE SCHULE GEH ICH GERN, ALLE TAGE WIEDER
Ganztagsschule neu gedacht: Bildungsangebote bis in den Nachmittag.
ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST
Mitreden, mitentscheiden, mitgestalten: Partizipation der Kinder und
Jugendlichen.

Inklusion – Ja, aber richtig!

07. Mai: Fachtag zum Thema „Perspektive Armut: Arm trotz Arbeit“
10 - 16 Uhr, Potsdam-Museum, Am Alten Markt, 14467 Potsdam

KEINE EXTRAS
Bildungs- und Freizeitangebote im Kiez so ausstatten, dass alle teilhaben können.
WÜNSCH DIR WAS
Reform des Bildungssystems, damit alle Kinder frei zwischen Förder- und
Regelschule wählen können.

SUPER ZEUGNIS
Schulabschluss »Berufsbildungsreife« für Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
HIER GEHT’S LANG
Inklusionslots*innen installieren als erste Anlaufstelle für arbeitssuchende Menschen mit Behinderung und Arbeitgeber*innen.
SEI WÄHLERISCH
Außenarbeitsplätze, Budget für Arbeit und »unterstützte Beschäftigung« ausbauen.

Subsidiaritätsprinzip erhalten und stärken

13. Mai: Trägerübergreifende Podiumsdiskussion im Kulturhaus Babelsberg
15 - 17 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 135, 14482 Potsdam

BACK 2 BASICS
Subsidiaritätsprinzip als Strukturprinzip für einen föderalen Aufbau des Gemeinwesens begreifen.
ANKER SETZEN
Förderung der ambulanten Grundversorgung (z.B. Sucht- und Schuldnerberatung) als kommunale Daseinsfürsorge rechtlich verpflichtend verankern.
JEDER GEGEN JEDEN
Keine weiteren Ausschreibungsverfahren, sondern Sicherstellung der Leistungen durch langjährige Verträge.
KOSTENLOS – ABER NICHT UMSONST
Gestiegene Anforderungen der Beratungsleistungen anerkennen und ausreichend finanzieren.
DER PREIS IST HEISS
Auf die Einbringung von Eigenmitteln durch die Träger verzichten - der Dienst am Menschen und die Qualität der Dienstleistung stehen im Mittelpunkt.

Sozialen Wohnungsbau fördern

16. Mai: „Projekt A“ – Kino-Abend im Scala Werder mit anschließender Podiumsdiskussion
17 - 21 Uhr, Eisenbahnstrasse 182, 14542 Werder (Havel)

IN STEIN GEMEISSELT
Wiederauflage von Förderprogrammen für sozialen Wohnungsbau in allen Quartieren.
AUS KLEIN MACH GROSS
Tauschportal für den einfachen Wohnungswechsel innerhalb des Stadtteils schaffen.
OHNE ECKEN UND KANTEN
Bei Neubau Anteil an barrierefreiem Wohnraum erhöhen – finanzielle Leistungen beim Umbau von Altbestand insbesondere für alte Menschen aufstocken.
MAL ETWAS ANDERES
Alternative Wohnprojekte wie z.B. Wohngemeinschaft oder Generationenhaus fördern.
WIR SEHN UNS
Treffpunkte in den Kiezen müssen gefördert und aufgebaut werden.

Wohnungslosigkeit verhindern

21. Mai: „Wohnen auf der Straße“ – Rathausplatz Kleinmachnow
13 - 17 Uhr

ANS LICHT
Aussagekräftige Statistiken über die tatsächliche Anzahl Wohnungsloser als Planungsgrundlage erstellen.
GEGEN KÄLTE UND HUNGER
Schaffung bedarfsgerechter und gut zu erreichender Notunterkünfte.
IN DIE GUTE STUBE
Ausbau zentraler Treffs für wohnungslose Menschen am Beispiel Bahnhofsmission.
EIN ZUHAUSE FÜR IMMER
Beheimatungskonzept für Obdachlose, die auf dauerhafte Betreuung angewiesen sind.
KEIN PATIENT 3. KLASSE
Unkomplizierter Zugang zu guter medizinischer Versorgung.

AWO1plus9 - Abschlusstour

21. Mai: Mit einem Doppeldecker-Bus gehen wir, der AWO Bezirksverband Potsdam e.V., gemeinsam mit Vertreter*innen der Regionalliga der Wohlfahrtsverbände Potsdam und Potsdam Mittelmark, auf Tagesfahrt. Mit an Bord sind unsere bunten 1+9-Postkarten, die wir Verwaltung und Politik in Landkreisen und Kommunen noch vor der Kommunalwahl am 26. Mai übergeben wollen. Auf diesen Karten nachzulesen sind unsere neun Forderungen, die für unser Ziel, nämlich eine sozial gerechte Gesellschaft, erfüllt sein müssen.

Die vergangenen Wochen haben wir bereits dazu genutzt, um unsere gesellschaftspolitischen Themen in den Kommunalwahlkampf einzubringen und um Einfluss zu nehmen. Durch die Erfahrungen in unserer täglichen Arbeit und unserem Wirkungsfeld als freier Wohlfahrtsverband und im Ergebnis zahlreicher von uns initiierter Fachforen und Aktionswochen haben wir neun Forderungen erarbeitet. Das zum diesjährigen Jubiläumsjahr „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ entwickelte Programm nennen wir: 1 Ziel, 9 Forderungen, kurz: 1+9.

Um die einzelnen Forderungen an Projektbeispielen zu verdeutlichen und auch zu zeigen, was geht und wo wir mutige Mitstreiter*innen und tatkräftige Macher*innen brauchen, um zum Ziel zu kommen, haben wir zu neun Veranstaltungen und Aktionen in Potsdam, Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark und Havelland eingeladen, die in eine Bustour münden. Halt ist auch in Ihrer Nähe.

  • 08:10 Uhr: Oranienburg Landratsamt: Sitzungsort des Kreistages, Havelstraße 3, 16515 Oranienburg
  • 11:40 Uhr: Rathenow Landratsamt: Kulturzentrum Rathenow, Tagungsort Kreistag, Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow 
  • 14:10 Uhr: Bad Belzig Landratsamt: Kreistag/Kreisverwaltung PM, Niemöllerstraße 1, 14806 Bad Belzig
  • 16:10 Uhr: Kleinmachnow Rathausplatz: Adolf-Grimme-Ring 10, 14532 Kleinmachnow
  • 17:20 Uhr: Rathaus Potsdam:  Friedrich Ebert Straße 79/81, 14469 Potsdam

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