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Wohn- und Tagesstätte Arthur-Fleury-Straße

Anschrift

AWO Betreuungsdienste gGmbH
Wohn- und Betreuungverbund Lindow
Wohn- und Tagesstätte Arthur-Fleury-Str.
Arthur-Fleury-Straße 49
16835 Lindow
Ostprignitz-Ruppin

Betriebsleitung

Frau Dietrich Betriebsleitung der Einrichtung  Wohn- und Tagesstätte Arthur-Fleury-Straße

Frau Dietrich
033933 40710

Größe & Lage

Der Ort, in dem wir leben: Lindow ist heute ein staatlich anerkannter Erholungsort mit touristischer Anziehungskraft und einer entsprechenden Infrastruktur. Lindow ist vor allem durch seine Einbettung in ein idyllisches Seengebiet und die damit verbundenen Freizeitmöglichkeiten bekannt. Bedeutende Lindower Einrichtungen sind unter anderem das Sport- und Bildungszentrum des Landessportbundes und die Salusklinik. Mit dieser verbindet uns seit einiger Zeit eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen von Praktika während der Reintegration dortiger Patienten. Des Weiteren stehen wir in enger Verbindung mit dem Oberstufenzentrum Neuruppin sowie der AGUS und stellen für die dortigen Auszubildenden Praktikumplätze zur Verfügung.

Das mit großzügigen Flächen ausgestattete Objekt liegt mit seinen Gebäuden direkt am Gudelacksee. Das vorhandene Grundstück ermöglicht schwerst mehrfach behinderten BewohnerInnen in einer geschützten Umgebung einen möglichst normalen Tagesablauf zu leben. Die BewohnerInnen sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten in kleine Wohngruppen integriert.

Über uns

Der Wohn- und Betreuungsverbund Lindow besteht aus einer Wohnstätte für 32 Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen und einer Tagesstätte für 6 Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.

Auftrag der Einrichtung

Unser Ziel ist es, eine größtmögliche Normalität der Lebensbedingungen und damit eine inklusive Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen.
Ausgehend von der Grundannahme, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist, sind wir bemüht, allen Klienten durch eine gezielte und individuelle Förderung kontinuierliche Entwicklungschancen zu eröffnen.
Die Fähigkeiten und Stärken jedes Einzelnen werden im Sinne der Eingliederungshilfe mit dem Ziel einer möglichst selbständigen Lebensgestaltung unter Berücksichtigung eigener Wünsche und Vorstellungen gefördert.
Den Klienten soll ermöglicht werden, lebenspraktische Fähigkeiten und Kompetenzen zu erhalten, wiederzuerlangen oder zu erweitern.
Die Unterstützung der Klienten orientiert sich am individuellen Hilfebedarf.

Wohnen & Wohlfühlen

Das Wohnmilieu ist auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Klienten ausgerichtet. Diese werden bei der Ausgestaltung der Ein- bis Zweibettzimmer und der Gemeinschaftsräume nach ihren Möglichkeiten mit einbezogen.
Entsprechend unserem Grundsatz, das Leben in Wohn- und Tagesstätte so normal wie möglich zu gestalten, versuchen wir alle Elemente einer „institutionellen Vollversorgung“ zu vermeiden.
Den Klienten wird bspw. ermöglicht, aktiv an der Essensplanung teilzunehmen. Der Einkauf und die Zubereitung von Mahlzeiten wird realitätsnah erlebt und je nach Fähigkeit mitgestaltet. Bewusst werden die Tätigkeiten des Alltags in die Praxis einbezogen. Hierfür sind die Wohngruppen mit entsprechenden Räumlichkeiten ausgestattet.
Mit der Tagesstätte gibt es ein weiteres Gebäude auf dem Gelände, welches spezielle Räume für die
kreative Beschäftigung und für therapeutische Angebote bereit hält. Dieses steht sowohl externen Klienten, als auch den in der Wohnstätte lebenden Klienten offen.

Pflege & Betreuung

Die Betreuung gewährleistet die Versorgung und Förderung der BewohnerInnen ab dem 18. Lebensjahr und hat darüber hinaus auch die Überwindung von individuellen Verhaltensauffälligkeiten, herausforderndem Verhalten, Kontaktstörungen, Ängsten ect. zum Ziel.
Aufgenommen werden Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.
Hierbei können die Behinderungsbilder stark variieren und auch in sehr komplexer Form auftreten bzw. mit leichten bis schweren Verhaltensauffälligkeiten sowie psychischen Beeinträchtigungen einhergehen. Wir betreuen ebenfalls Menschen mit Behinderungen, die zusätzlich an Epilepsie erkrankt sind.
 
Zielgruppe sind vorrangig erwachsene Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen, die dem Leistungstyp 5 der Rahmenleistungsvereinbarung entsprechen:
Erwachsene Menschen mit Behinderungen, die zum Personenkreis §§1 und 2 EHVO gehören, stationärer Hilfe im Sinne von § 54 Abs.1 SGB XII i.V.m. § 55 SGB IX bedürfen und die noch nicht, nicht oder nicht mehr an externen Maßnahmen, insbesondere am Arbeitsleben, teilhaben können.
 
Des Weiteren werden Klienten aufgenommen, die dem Leistungstyp 6 der Rahmenleistungsvereinbarung entsprechen:
Erwachsene Menschen mit Behinderungen, die zum Personenkreis §§1 und 2 EHVO gehören, stationärer Hilfe im Sinne von § 54 Abs.1 SGB XII i.V.m. § 55 SGB IX bedürfen und die an externen Maßnahmen, insbesondere am Arbeitsleben, teilhaben.

Service / Leistungen

  • ärztliche Versorgung, Hausarztprinzip, fachärztliche Betreuung (ambulant ggf. im Haus)
  • Apothekenservice
  • Fußpflege und Friseur (ggf. auch im Haus)
  • regelmäßige Kontakte zu den gesetzlichen Betreuern und/oder Angehörigen
  • vielfältige Beschäftigungsangebote innerhalb des Wohnbereiches
  • interne Tagesstruktur
  • Gruppenurlaubsreisen (je nach ind. Bedürfnissen)
  • Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung
  • Dampferfahrten
  • Besuch der Kegelbahn
  • Snozelenraum
  • jeder Bewohner hat einen individuellen Ansprechpartner - seinen Bezugsbetreuer
  • Grillabende
  • Bewegungsgruppe
  • Vorlesen
  • Spaziergänge
  • individuelle Einkaufsfahrten
  • Restaurantbesuche

Kosten

Das Entgelt richtet sich nach dem ermittelten Hilfebedarf der zu betreuenden Klienten und wird ggf. vom zuständigen Sozialhilfeträger übernommen. Es gelten die Entgeltvereinbarungen gemäß § 75 Abs. 3 SGB XII.

Pädagogische Arbeit

Unser Ansatz in der Behindertenpädagogik geht davon aus, dass wir jeden Bewohner in seiner Individualität ernst nehmen und auf seine Ansprüche und Bedürfnisse eingehen. Das setzt auch voraus, dass wir auf das Älterwerden der Bewohner Rücksicht nehmen und danach ggf. Anforderungen u./o. Hilfsangebote überdenken bzw. ausrichten. Ziel ist, bei jedem Betreuten ein maximales Maß an Selbstbestimmtheit – im Rahmen seiner persönlichen Situation – zu erreichen.

Bei der Arbeit mit Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen gehen wir von dem Grundsatz aus, dass keiner der Bewohner ein Leben führen muss, dass von vordergründig medizinischen, defizitorientierten Normen beeinflusst wird. Dies spiegelt sich im gesamten Tagesablauf wieder. Die Bewohner werden in alle alltäglichen Tätigkeiten mit einbezogen. Sie fahren mit zu den Einkäufen, sind beim Kochen dabei, werden darin bestärkt, Verantwortung für ihre persönlichen Sachen zu übernehmen, etc.

Die Klienten können Angebote zur Kreativförderung im Bereich der Tagesstätte nutzen. Diese kommen aus den Bereichen Förderung, Beschäftigung und Entspannung.

Geschult wird in Bereichen wie: Kommunikation, Ausdauer, Belastbarkeit, Fein- und Grobmotorik, Sensorik sowie Sensomotorik. Und der Spaß darf auch nicht zu kurz kommen, z.B. Spiele, Ausflüge, Spaziergänge, etc.

In den Räumen der Tagesstätte steht auch der Snozelenraum zur Verfügung. Dieser wird von den Klienten viel genutzt. Dort können die Klienten eine ruhige Atmosphäre genießen, der Musik lauschen, sich auf die Bodenmatten mit Kissen und Decken legen und träumen. Zudem ist auch ein Musikbett vorhanden, auf dem sie Vibrationen spüren können oder sie erfreuen sich einfach an dem Farbenspiel der Wassersäulen.

Qualifizierung

Die Teams bestehen aus Betreuungsfachkräften und Betreuungskräften. Fachkräfte sind HeilerziehungspflegerInnen (HEZ), HeilpädagogInnen, ErzieherInnen mit Zusatzqualifikation als HEZ, AltenpflegerInnen.
Die Mitarbeiter halten sich durch Fort- und Weiterbildungen auf dem aktuellen Wissenstand. Die Teams werden durch einen Deeskalationstrainer begleitet.

Veranstaltungen

  • Frühjahrsfest
  • Sommerfest
  • Herbstfest mit Lagerfeuer
  • Weihnachtssingen
  • Kontaktcafé mit Angehörigen und ehrenamtlichen Helfern