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Beschäftigungsprojekt

Anschrift

AWO Betreuungsdienste gGmbH
Wohn- und Betreuungsverbund Wittstock
Beschäftigungsprojekt
Gröper Straße 19
16909 Wittstock
Ostprignitz-Ruppin

Betriebsleitung

Herr Kauter Betriebsleitung der Einrichtung  Beschäftigungsprojekt

Herr Kauter
03394 4047010

Leitung

Frau Klos
03394 4058783

Lage

Über uns

„Von der Idee zum Arbeitsprojekt“
Beschäftigung / Arbeit

„In einer Gesellschaft, die den Wert eines Menschen immer noch zu einem großen Teil über sein Arbeitspotential definiert, ist der Prüfstein für soziale Integration immer auch die Arbeitsintegration.“

Für die Arbeitswelt wurde – fast ausschließlich – das Instrument Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ab den 60-er Jahren flächendeckend eingeführt und mittels des §54 Schwerbehindertengesetz und der Werkstättenverordnung institutionalisiert. Losgelöst von den WfbM wird insbesondere im Bereich der Menschen mit psychischen Erkrankungen nach alternativen Wegen gesucht, da die sich klassisch als Einrichtungen für Menschen mit geistigen Behinderungen verstehen den Werkstätten für diesen Personenkreis oft eine zu hohe Zugangsschwelle darstellen. So sind im Land Brandenburg in den letzten Jahren eine Reihe von Zuverdienstfirmen und Integrationsbetriebe entstanden, die aber in aller Regel nach Auslaufen einer Anschubfinanzierung nicht ausreichende wirtschaftliche Stabilität erreichen konnten.

Eine Arbeit, insbesondere eine tariflich bezahlte Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhalten und zu bekommen, wird angesichts immer noch steigender Arbeitslosigkeit immer schwieriger. Mit der Arbeit sind jedoch wesentliche Momente der Selbstbestätigung, der Anerkennung durch das soziale Umfeld, der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und nicht zuletzt eine Struktur des Tages, der Woche und des Jahres verknüpft. Darum ist es von hervorragender Bedeutung, psychisch kranken Menschen bei der Erhaltung und Verbesserung ihrer beruflichen Fähigkeiten und bei der Suche oder Erhaltung einer geeigneten Arbeit zu unterstützen, sei es auch, dass es sich im Einzelfall um eine gering bezahlte, aber subjektiv als nützlich und wichtig empfundene Tätigkeit handelt. In diesem Wissen entstand die Idee vom Arbeitsprojekt im Wohnverbund.

Der ausgewählte Personenkreis für das Arbeitsprojekt umfasst Menschen mit chronischen psychischen Beeinträchtigungen, die auf Grund ihrer vorübergehenden krankheitsbedingten Leistungsminderung noch nicht, nicht mehr oder noch nicht wieder, den konstanten Anforderungen in zeitlicher und leistungsmäßiger Hinsicht der vereinzelten Angebote, gerecht werden können. Zur Zeit arbeiten acht Männer im Arbeitsprojekt. Arbeitsort ist eine ehemalige Mitarbeiterwohnung am Standort Rosa-Luxemburg-Strasse 40 in Wittstock mit separatem Eingang am Giebel des Gebäudes, die uns als geeignet schien, da wir hier Räumlichkeiten in ausreichender Zahl und Größe fanden. Aus den drei Zimmern entstanden ein Werkstatt-, ein Therapie- und ein Ruheraum. Eine Küche sowie ein Bad mit WC und Abstellraum komplettieren das Ganze. Im Mittelpunkt der Arbeits- und Beschäftigungsangebote steht eine aus Sicht des Bewohners sinnvolle Betätigung, welche ihm die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung sowie zur Erlangung von Anerkennung gibt.

Unter fachlicher Anleitung eines Berufs- und Arbeitstherapeuten werden die Mitarbeiter schrittweise an ihre Arbeitsaufgaben, ohne sie zu überfordern, herangeführt. Arbeitsähnliche Prozesse in abgestufter, individuell angepasster Form werden entwickelt. Alle Arbeiten werden ohne zeitliche Begrenzung ausgeführt. Die Klienten können sich ihre Arbeit selbständig einteilen. Hierbei ist von Vorteil, daß kein ungewollter Leistungsdruck aufgebaut wird. Eine variable Pauseneinteilung ist ebenfalls sehr hilfreich. Dennoch erfolgt eine grobe Rahmung des Tagesablaufes mit feststehenden Zeiten. Die anstehenden Arbeitsaufgaben für den jeweiligen Tag werden morgentlich besprochen.

Tagesablauf:

Montag bis Donnerstag:

9.00 Uhr Arbeitsbeginn
9.00 bis 9.20 Uhr

Gemeinsames Tee- Und Kaffee trinken mit anschließender Arbeitsbesprechung

9.20 bis 11.00 Uhr


Arbeiten in der Werkstatt, Malerarbeiten oder Auftragsarbeiten in den Wohngruppen bzw. saisonal bedingte Garten- und Landschaftspflege
11.00 bis 12.00 Uhr

Essentransporte für die Wohngruppen in zwei Gruppen
12.00 bis 12.30 Uhr Mittagspause
12.30 bis 13.00 Uhr

Rücktransport der Essenthermoporte zur Kochküche
13.00 bis 14.30 Uhr


Arbeiten in der Werkstatt, Malerarbeiten oder Auftragsarbeiten in den Wohngruppen bzw. saisonal bedingte Garten- und Landschaftspflege
14.30 Uhr Arbeitsende


Freitag:

Freitags ist unser Ausruhtag zur freien Verfügung! An diesem Tag werden nur die Essentransporte für die Wohngruppen erledigt.

Die Palette der Arbeitsaufgaben kann und wird sich ständig erweitern. Neben dem Essen- und Getränketransport für die Wohngruppen, den Malerarbeiten für die Wohngruppen, ist inzwischen die Garten- und Landschaftspflege um die einzelnen Wohnhäuser herum, ein fest integrierter Bestandteil des Arbeitsprojektes, der jahreszeitlich zu planen und auszuführen ist. Eine Zielstellung für die Ferne ist es, den Mitarbeitern des Projektes die Möglichkeit einzuräumen, einer wert schaffenden Arbeit nachzugehen. Je nachdem wie uns dies gelingt, so ist im Sinne einer positiven Verstärkung vorgesehen, dies finanziell anzuerkennen.