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Wohnstätte Haus unter den Linden

Anschrift

AWO Betreuungsdienste gGmbH
Wohn- und Betreuungverbund Wittstock
Wohnstätte Haus unter den Linden
Rosa-Luxemburg-Strasse 42b
16909 Wittstock
Ostprignitz-Ruppin

Betriebsleitung

Herr Kauter Betriebsleitung der Einrichtung  Wohnstätte Haus unter den Linden

Herr Kauter
03394 4047010

Leitung

Frau Fuchs
03394 4007299

Lage

Über uns

Das Haus unter den Linden befindet sich in Wittstock in der Rosa-Luxemburg-Straße. Es liegt am Rande von Wittstock, ca. 10 Minuten fußläufig vom Stadtzentrum entfernt. Eine Bushaltestelle für den Stadtverkehr ist in unmittelbarer Nähe. Das Haus unter den Linden am Standort Rosa-Luxemburg-Straße 40 ist größtenteils Menschen vorbehalten, die bereits seit Jahrzehnten in psychiatrischen Einrichtungen und Heimen lebten. Für sie war der Schritt nach „draußen“ im Sinne einer „Enthospitalisierung“ auf Grund der schweren psychiatrischen Grundstörung und der starken Hospitalismusschäden leider nicht möglich.

Nach der Sanierung des vorhandenen Gebäudes im Jahr 2000 entstanden durch den Umbau fünf barrierefrei gestaltete 8 ter –Wohngruppen, den neuesten Heimmindestbaustandards entsprechend. Helle, freundliche und modern eingerichtete Wohngruppen geben je 8 Frauen und Männern ein Zuhause. Sie leben hier ausschließlich in Einzelzimmern, die sie sich auf Wunsch nach eigenen Geschmack und Vorstellungen einrichten können. Im Erdgeschoß und im 1. Obergeschoss sind jeweils zwei Wohngruppen auf einer Etage, im Dachgeschoß eine Wohngruppe. Zu den einzelnen Wohngruppen gehören neben den 8 Einzelzimmern, ein schönes Wohnzimmer, eine Küche, Funktionsräume, wie Pflegebad, Toilette, Dusche, alles behindertengerecht ausgestattet sowie eine Abstellkammer. Im Kellergeschoss haben wir den zur Ergotherapie gehörenden Sportraum von 56 Quadratmeter Größe, der außerhalb der Therapiezeiten von allen Wohngruppen des Hauses multifunktional genutzt werden kann.

Alle Etagen des Hauses unter den Linden sind über einen Fahrstuhl erreichbar. Im Haus unter den Linden leben ältere Menschen mit einer psychiatrischen Beeinträchtigung und/oder körperlichen Behinderung. Unser Haus bietet den Menschen einen Lebensabend in einer altersgerechten Wohnatmosphäre und ein weitestgehend selbständiges Leben. Ziel ist es, die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zu erhalten und zu verbessern und den Bewohnern/-innen zu helfen, verloren gegangene Kompetenzen wiederzugewinnen und neue zu erwerben.

Mit Hilfe des Kleingruppenkonzeptes verfolgen wir diese Betreuungsziele:

  • Tagesstrukturierende Angebote für jeden/ jede Bewohner/in
  • Jede Person kann ihr eigenes Zimmer einrichten und selbst gestalten und sich eine wohnliche Atmosphäre schaffen. Dem Bedürfnis nach Privatheit und Rückzug wird entsprochen.
  • Durch alltagspraktische Tätigkeiten wie Haushaltsführung, Einkaufen, Kochen, Backen, Reinigen, etc. werden alle BewohnerInnern zu sinnvollem Handeln motiviert und erfahren durch individuelle Leistungen eine neue Sinngebung in ihrem Leben, die ihrerseits ihr Selbstwertgefühl durch das Erleben „Ich werde gebraucht“ steigern.
  • Das alltägliche Leben kann und soll aktiv mitgestaltet werden.

Um diese Ziele zu erreichen, richteten wir im Tagesablauf feste wiederkehrende Abschnitte ein. Ein therapeutisch wichtiger Abschnitt im Tagesablauf ist die tägliche Besprechung nach dem Frühstück. Inhalt dieser Besprechungen ist neben alltäglichen Fragen insbesondere die Organisation des Haushaltes. Ein weiterer wichtiger Punkt in diesen Besprechungen ist das soziale Verhalten des Einzelnen in den Gruppen, da viele der Bewohner/-innen sehr häufig gestörte Sozialbeziehungen haben. Der Aufbau einer für den Einzelnen erfahrbaren Lebensgemeinschaft mittels einer Sinn gebenden Beziehung untereinander soll dem entgegenwirken.

Bewohner/-innen mit einem erhöhten Pflegebedarf (altersbedingt oder aufgrund der psychischen Beeinträchtigung) können hier ebenfalls von uns betreut werden, da auch Pflegefachkräfte in das Team integriert sind. Wir gewährleisten eine 24 Stunden Betreuung. Die nächtliche Betreuung wird durch einen Nachtdienst abgesichert. Im Wohnverbund arbeiten zwei Ergotherapeuten, die wohngruppenübergreifend tätig sind. Sie bieten für die Bewohnerinnen und Bewohner Einzel- und Gruppentermine an. Ihre Arbeit ist damit ein wesentlicher Baustein in der Umsetzung der individuell erstellten Therapie- und Eingliederungspläne.

Das umliegende großzügige Gartengelände ermöglicht regelmäßige Aufenthalte im Freien. In der Sommerzeit werden Grill– und Gartenfeste organisiert. Zahlreiche Mahlzeiten werden bei schönem Wetter nach draußen verlegt. Spaziergänge um das Haus, entlang dem eigenen Garten und ein anschließendes Verweilen auf den Parkbänken inmitten der Natur, zum Teil unter betagten Apfelbäumen, werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern allein oder bei Bedarf vom Personal begleitet, unternommen. Die neue Wohnatmosphäre in den kleinen Gruppen wirkt sich neben dem gesteigerten Selbstwertgefühl hinaus, positiv auf die Kontaktaufnahme untereinander und somit einem proportional zum Alter zunehmenden Isolationsgefühl entgegen.

Wir haben bereits in unserer vergangenen Arbeit erfahren können, dass die Bereit-schaft der Bewohner/-innen sich für die Gruppe einzubringen, vorhanden ist. Dies erlebten wir darin, dass trotz unzureichender äußerer Bedingungen sich die Be¬wohner/-innen an alltäglichen Arbeiten, wie Essen- und Wäschetransport, Tischde-cken und Abwasch beteiligten. Wir erlebten im Einzelfall, dass Bewohner/-innen glücklich darüber waren, wieder eine Aufgabe zu haben. Mindestens einmal im Monat wird eine Bewohner/-innen Versammlung gehalten – für alle Bewohner/-innen der Gruppe ein verbindlicher Termin. In der Bewohnerver-sammlung erfahren die Bewohner/-innen mehr über ihre Mitwirkungsrechte und-pflichten nach. Hier können Ideen, Wünsche, Sorgen und Probleme der Bewohner/-innen untereinander zur Sprache kommen, aber auch Mitteilungen und Wünsche an die Heimleitung geäußert werden. Die Versammlungen werden häufig thematisch gestaltet.

Das Haus unter den Linden ist auch für die Menschen gedacht, die nach der Enthospitalisierung vor ca. 10 Jahren jetzt im Rahmen des Unterstützten Wohnens in gemeindeintegrierten Wohngruppen leben und ein Alter erreicht haben, in dem sie mehr Betreuung benötigen als durch die ambulanten/teilstationären Dienste abzusichern ist. Sie können längerfristig von dem individuellen Wohnungsangebot im Haus unter den Linden profitieren und somit die weitere Belegung der neuen Räumlichkeiten für sich in Anspruch nehmen. Dies bietet für die Menschen aus den unterstützten Wohnformen den Vorteil, dass sie auch dann, wenn sie zurück ins Heim gehen bzw. wenn sie generell einen Heimantrag stellen, nicht in einen Pflegebereich ziehen müssen, sondern in ein "Wohnungsmilieu" ziehen können mit einem ähnlichen Charakter wie ihre eigene langjährige betreute Wohnung - sowohl von der Ausstattung, als auch vom Betreuungskonzept.