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Die Evaluationen in der Projektphase IV

„Der traurigste Aspekt derzeit ist, dass die Wissenschaft schneller Wissen sammelt als die Gesellschaft Weisheit“
(Isaac Asimov)

„Wir behalten von unseren Studien am Ende nur das, was wir praktisch anwenden“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Die Projektphase IV des Modellprojektes „Schulgesundheitsfachkräfte an allgemeinbildenden Schulen im Land Brandenburg“ vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 wird wieder umfassend evaluiert. Die Berliner Charité Universitätsmedizin - Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft wird wie schon in der abgelaufenen Projektphase III eine Erhebung an den Modellschulen durchführen. Ziel ist es, mögliche Effekte des Einsatzes von Schulgesundheitsfachkräften (SGFK) über den gesamten Zeitraum von Anfang 2017 an abzubilden und zu messen. Dazu wird im Frühjahr 2020 eine sogenannte Folgeerhebung (T2) an den Modellschulen durchgeführt. Die Erhebungen T0 und T1 erfolgten im Frühling 20017 beziehungsweise im Frühjahr 2018.

Außerdem wird die Leuphana-Universität weiterhin die Auswirkungen auf die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen evaluieren. Das Team von Herrn Prof. Dr. Peter Paulus und Dr. Thomas Petzel wird auch das Tätigkeitsprofil an den Projektschulen und den Verlauf der Implementation der SGFK wissenschaftlich begleiten.

Das Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung (DIG) entwickelt zudem ein neues Dokumentationssystem für Schulgesundheitsfachkräfte. Evaluiert wird vom DIG-Team um Dr. Johann Böhmann auch die Wirkung der regionalen Netzwerke in den neun Modellregionen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Barnim, Frankfurt (Oder), Cottbus, Elbe-Elster, Brandenburg an der Havel, Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark.

Schließlich haben die Projektpartner mehrere Gutachten in Auftrag gegeben. So beschäftigt sich Frau Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong von der TH Mittelhessen in Gießen unter anderem mit der Frage, ob mit dem Festhalten am Betreuungsschlüssel von 1 SGFK zu 700 Schüler*innen der richtige Weg gewählt wurde und welchen ökonomischen Nutzen der Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften hat.

Die Hamburger Kanzlei Hohage, May und Partner wird beantworten, wie die Abgrenzung der Tätigkeiten der Schulgesundheitsfachkräfte zu Tätigkeiten der vertragsärztlichen Versorgung und zu weiteren Leistungen der Regelversorgungen gestaltet sein sollten.

Die Potsdamer Anwaltskanzlei Dombert wird in einem weiteren Gutachten die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen für eine regelhafte Einführung von Schulgesundheitsfachkräften darstellen sowie Empfehlungen geben.

Erste Ergebnisse der Evaluationen werden voraussichtlich Ende des dritten Quartals 2020 vorliegen.

Ansprechpartnerin

Jenny Radeiski
TEL +49 331 73041740
FAX +49 33173041780